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Aighina 26.07.2011

Landraub stoppen!

Landraub durch Konzerne, Banken, Hedgefonds,  aber auch Staaten  -  das ist der (schein)legale Erwerb  großer Gebiete, zur industriell landwirtschaftlichen Nutzung. Es werden dabei so gut wie ausschließlich  Produkte angebaut, die exportiert werden.

 

Die Folgen    

+   Kleinbauern werden durch gewaltsame Enteignung um ihren Besitz, ihren Lebensunterhalt , mitunter auch ihr Leben gebracht.

 

+   Die Menschen der Region verlieren ihre einheimische Nahrungsmittelversorgung.  Viele sehen sich aus Hunger zur Auswanderung nach Europa gezwungen.  Landraub ist ganz zweifellos eine der Ursachen für die Flucht nach Europa.

 

+   Böden werden zerstört durch den überreichlichen Einsatz von Chemikalien.  Die   Luftverschmutzung wird ganz  erheblich  intensiviert.     

 

+   Die radikale Zerstörung sämtlicher Lebensgrundlagen der Menschheit  wird forciert vorangetrieben.  .

Die Folge ist eine zusätzliche Auswanderung aus den betroffenen L ändern  in Richtung Europa.

 

Wenn auch die Hauptakteure von Landraubaktionen in den Golfstaaten und im Osten und Süden Asiens sitzen,  so beteiligen sich durchaus auch deutsche Konzerne und Banken - vor allem natürlich die Deutsche Bank -  am Landgrabbing. 

 

Wir fordern die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die EU auf diesem Treiben ein Ende zu machen.   Im Einzelne soll:

1.    Der Erwerb von  Landflächen größer als 5 Hektar  zum Anbau von Cashcrops, Energiepflanzen und sonstiger zum Export bestimmter Produkte strikt untersagt werden.  

2.    Die geraubten Ländereien sind von den Erwerbern zurückzugeben.  Sie sollen aufgeteilt und die Parzellen an die  Kleinbauern vergeben werden.  In Fällen, da Urwälder gestohlen wurden müssen die gerodeten Flächen  wieder aufgeforstet werden.  Die Jäger und Sammler, die das Gebiet früher durchstreiften, sollen dort wieder siedeln dürfen.

     4.  Auf Regierungen, die Landraub extensiv betreiben und/oder    
          fördern (Golfstaaten, ostasiatische Staaten) muss die EU und die deutsche
          Regierung Druck ausüben und darauf drängen den Landraub aufzugeben: 
                    a.)   Produkte, die auf geraubten Land wachsen werden nicht importiert                und dürfen auch nicht durch EU Länder oder über sie hinweg                                transportiert werden.

                    b.)   Für Länder und Gesellschaften, die Landraub betreiben, werden                     alle Entwicklungszuwendungen gestrichen.  Entwicklungsgelder werden                   aber in Aussicht gestellt für die Neuansiedlung von Kleinbauern und die                   Renaturierung von Urwäldern. 

                    c.)   Die einseitige auch entwicklungspolitische Förderung industrieller                     Landwirtschaft muss beendet werden.   

5.   Die Bundesregierung muss die DEG veranlassen die Ausweitung      großflächiger industriell bewirtschafteter Agrarwüsten umgehend      einzustellen.  Die DEG  muss bereits eingerichtete großflächige Agrarwüsten      parzellieren und die Parzellen an Kleinbauer,  vor allem die ursprünglich      Nutzungsberechtigten übergeben. 

6.   Die Spekulation auf Lebensmittel und Herbalmedizin,  auf Pflanzen und Tiere      muss strickt untersagt und mit hohen Strafen belegt werden. 

7.   Mittelständische Landwirt müssen gefördert werden, weil sie es sind, die die      Ernährung der Bevölkerung sichern. 

8.   Die Bundesregierung muss endlich, und das ist vordringlich,      das Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker      in unabhängigen Ländern (Indigenous and Tribal Peoples Convention)      der Internationalen Arbeitsorganisation ILO 169“ unterschreiben.  . 

 

Wir bitten die EU und die Bundesregierung unbedingt den Landraub zu stoppen und zu veranlassen, dass  denen, die  ursprünglich berechtigt waren, das in kleine Parzellen aufgeteilt Land zu nutzen, wieder in ihre Rechte eingesetzt werden.  

 

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Zur Information:

 

+   Ein wichtiges Produkt, das auf geraubten Landflächen wächst, ist Palmöl aus Indonesien und Malaysia.  Die Kleinbauern, die früher die geraubten Flächen bewohnten und bewirtschafteten, wurden enteignet und vertrieben.   

Der US-Konzern Cargill, der auch einen Ableger in Deutschland hat,  hat sich  riesige  Flächen angeeignet um darauf Ölpalmen anzupflanzen.  Insgesamt sind in Indonesien 9 Millionen Hektar Land mit Ölpalmen bepflanzt.    Weltweit geraubtes Land umfasst 203 Millionen Hektar.

 

+   Die Neumann Gruppe , Hamburg, hat in Uganda im Land erworben, von der im Jahre 2001 etwa 2000 Kleinbauern vertrieben worden sind – mit Gewalt und Mord.  Ihre Höfe und Ernten wurden verbrannt. 

 

+   70 Prozent der Nahrungsmittel für die Menschheit werden von Kleinbauern erarbeitet.  Landraub reduziert systematisch die Anzahl der Kleinbauern.   Dadurch wir die Produktion von Nahrungsmitteln spürbar reduziert.  Kleinbauern erzeugen nur einen Bruchteil von CO 2 , ,das industrieller Landwirtschaft produziert wird und in Gegensatz zu diesen überhaupt kein Lachgas.  Von daher ist Landraub ein Schwerstverbrechen, das uns alle betrifft. 

Trotz oder Wegen Spionage - Kopf hoch!         24. Juli 2013

Die Spionage-Affaire hat nun mit aller Deutlichkeit enthüllt, dass Deutschland kein souveräner Staat ist.  Es kann somit auch keine Demokratie sein.  Das Regierungskreise die Ausspähung durch bestimmte Mächte eher begünstigen, denn verhindern, ist unverantwortlich.  Dass gilt für alle Regierenden.  Für Angela Merkel kann man entschuldigend ins Feld führen, dass sie ja nicht demokratisch sozialisiert worden ist und sie es daher nicht besser wissen kann.  Das gilt für ihre Vorgänger nicht.

Vielleicht ist es auch so, das wir überhaupt keine Möglichkeit hatten und haben die Ausspähung durch „Freunde“ zu verhindern.  Kann ja sein.  In diesem Falle aber hätten die Regierenden, die das wussten, ihren Wählern reinen Wein einschenken müssen.  Immer so zu tun, als hätten wir demokratische Machtverhältnisse und als entschiede der viel zitierte Souverän, das Volk, und in Wirklichkeit sind die Regierenden Marionetten, die an Fäden bewegt werden, ob sie wollen oder nicht, das ist Betrug an uns, den Wählern. 

Abgesehen davon:  Ausspähung unserer Wirtschaft durch die „Freunde“ - dagegen muss auf jedenfalls, wer immer uns regiert, mit unserer Unterstützung aktiven und effektiven Widerstand leisten.  Das geht so gar nicht. 

Es ist jetzt äberhaupt überlebenswichtig, dass Widerstand geleistet werden muss.  Wenn da die Regierenden nicht mitmachen, füttern sie die Rechtsradikalen, für die die ganze Affaire ohnehin eine Steilvorlage darstellt. 

Wir als überzeugte Demokraten fühlen uns der Wirtschafts- und Bankendiktatur gegenüber hilflos – sind es aber

 

Die Umstände sind so, das wir, die wir die Demokratie wünschen, hilflos erscheinen.  So ganz hilflos sind wir aber nicht.

Allerdings sind alle Versuche unsere Meinungen zurückzuhalten, wenig Informationen zu geben, unserer Meinung zu verbergen, der völlig falsche Weg.  Das Prinzip Ente – „Köpfchen in das Wasser…“ – bringt uns nicht weiter.  Wenn wir uns ducken, führt das nur allgemeingesellschaftlich zu vorauseilendem Gehorsam und zu einer zunehmenden Einschüchterung.  Das ist es aber ja gerade , was gewollt wird.  Aber es ist nicht im Interesse der Demokraten.  

Daher gilt es, dass möglichst viele von uns möglichst häufig aufmüpfige Bemerkungen ins Netz stellen.  Wenn das schließlich alle tun, wird das Melden und Zensieren schließlich als absurdum geführt. 

Ein Beispiel:  Wenn wir keine echte Demokratie haben, dann haben wir als Demokraten dass ethische Recht, ja sogar die Pflicht, die an Fäden hängenden Regierungen auf revolutionäre Weise abzulösen um ein echte Demokratie einzuführen. 

Das, liebe Zensoren, ist da nichts?!  Da habt ihr doch was zu melden und zu bearbeiten und zu speichern und zu denunzieren.  Wir wollen Euch so lange füttern bis ihr platzt, wie seinerzeit die Stasi.

 

Wir Demokraten wollen und nicht ducken.  Kopf hoch:  Wir lassen uns nicht unterkriegen:  Freiheit, Gleichheit, Mitmenschlichkeit!

Günter Spitzing

                                                           14.07.2013

Orwell lässt grüßen!!!

Wird Zeit, das ich mich wieder einmal zu Wort melde.  Ich muss gestehen, dass mich die Meldungen über den Umfang die Geheimdienste nicht sonderlich überrascht haben.  Ich hatte es nie anders erwartet.  Verblüfft hat mich lediglich, das auch Wirtschaftsspionage in großem Umfang betrieben.  Wenn man über alles andere auch streiten kann, dabei handelt es sich ganz eindeutig um ei n Verbrechen.  Das abzustellen ist aber unser Staatsgebilde aber in mehrfachem Sinne nicht souverän genug.  Unser Traum eine selbstständige Demokratie zu sein, ist geplatzt.  Die Bundesrepublik ist nur ein teilsouveräner Staat

Wir können uns auf nichts verlasse, wir können uns nur selbst im Internet gegen Ausspähung schützen.  Dafür gibt es auch schon Vorschläge, die von der Wahl de Providers bis zu Verschlüsselungssystemen reichen.  Das alles ist ziemlich kompliziert und auch nicht sicher. 

Vielleicht ist es interessant, wie ich das seit ein paar Tagen mache:

1.  Ich speichere alles, aber auch wirklich alles, ausschließlich auf eine externe Festplatte.  Wenn die abgeschaltet ist kann keine Ausspähung erfolgen.

2.  Ich öffne von der externen Festplatte aus, nur das Dokument, das ich gerade bearbeite.  Dann schalte ich die externe Festplatte ab.  Das Dokument kann ich dennoch bearbeiten. Nur zum Abspeichern muss ich die Festplatte wieder zuschalten.  Auf diese Weise halte ich die Zeiten, zu denen ein Hackerzugriff auf meinen Informationen möglich ist, extrem kurz.  

 

Mir persönlich könnten die Spionagezugriffe egal sein, denn ich habe nichts ernsthafte zu verbergen.  Aber den Herrn Schnüfflern eine Nase zu drehen, das gibt ein Gefühl, das doch sehr befriedigend ist. 

Einen totalen Schutz vor der globalisierten Orwell-Überwachung gibt es nicht.  Wahrscheinlich wird technisch eines Tages auch der Zugriff auf abgeschaltete Festplatten möglich sein.  Aber wenn alle es so machten, wie oben beschrieben, würde das Leben für die Herrn und Damen Kontrolleure doch etwas schwieriger.  

Lasst uns ein bisschen wehren.  Wir haben keine Demokratie, aber wir können und müssen für sie kämpfen. 

Herzlichst  Günter Spitzing

                                                                        17.04.2012

Lest der Koran – das Buch ist ungefährlich für Europa!

Die Medien plustern sich wieder einmal: Schrecklich – das Abendland wird islamisch missioniert durch die Verteilung kostenloser Koranübersetzungen. Hilfe – da verteilen welche Koranexemplare!

Ich, der ich mehrfach den Koran in Übersetzung vollständig gelesen habe, kann nur sagen:

„Lasst sie doch! Was schadet es den Koran in Empfang zu nehmen?“

Was wird passieren?

  1. Die meisten werden den Text gar nicht bis zum Ende durchlesen. Der Koran enthält einige großartige poetische Stellen. Im Allgemeine ist die Lektüre aber nicht so sehr spannend und auch nicht so gut verständlich. Es wird dem Text so gehen, wie dem Jesusbuch des Papstes: Über die ersten 20 Seiten wird kaum ein Leser hinausgelangen.  
  2. Ich wünschte der Koran würde mehr und gründlicher gelesen. Der westliche Leser wird dann sehr schnell merken, dass der Koran mit der eigenen auf Freiheit und Selbstbestimmung ausgerichteten Einstellung überhaupt nicht kompatibel ist. Es handelt sich um eine Text aus einem Gemenge einerseits religiöser und andererseits sozialpolitischer Vorstellungen. Wer den Koran liest, wird vieles darin gut, anders weniger gut finden. Er wird aber in jedem Falle merken, dass das Buch er zu seinem eigenen kulturellen Hintergrund nicht passt.
    Alle sollen den Koran gründlich lesen! Zum Islam konvertieren wird dadurch kein Mensch. Allenfalls werden Leute, die fundamentalistischen Strömungen im Islam und im Christentum etwas arglos gegenüberstehen, durch die Lektüre sehr viele skeptischer werden.

Wir können, wir dürfen und wir sollen selbstbewusster sein und der Verteilaktion gelassener gegenüberstehen. Lasst uns doch die Sache zur religionsgeschichtlichen Aufklärung benutzen! In den Zeitungen wird jeden Tag eine Sure abgedruckt und wissenschaftlich erklärt. Entsprechendes geschieht im Rundfunk und im Fernsehen. Neben den deutschen Erläuterungen lasst uns welche in Türkisch und Arabisch abdrucken.

Die Verteilung der Koranübersetzungen ist eine einmalige Chance eine breitflächige Aufklärungskampagne zu starten.

Und wer sich selbst aufklären will, weil die Medien aus Feigheit und Dummheit nichts weiter leisten können, als „Auweia“ zu schreien, mag den Koran von hinten an lesen, weil die ältesten Suren hinten stehen und die jüngsten vorne, und er mag sich parallel dazu das „Das Leben des Propheten“ von Ibn Ishaq, deutsch von Gernot Rotter (Edition Erdmann) ansehen. Daraus wird deutlich, wie situationsbedingt die Suren des Propheten entstanden sind.

Statt sich über Texte zu ereifern, sollen Medien und Politik endlich dafür sorgen, dass Frauen und Mädchen mit islamischen Hintergrund in Deutschland, wenn sie das wollen , genau so frei und unbekümmert leben können, wie Frauen und Mädchen mit einheimischen Hintergrund. Wer sich dem entgegenstellt, der darf hier keinen Platz haben.

Hamburg 29. Dezember 2011

Es ist geschafft!  Und 2012 werden wir noch mehr schaffen!

Wir sind einen ganz großen Schritt weitergekommen.  Wie Sie schon wissen, bin ich persönlich mit den Menschen aus einigen Ureinwohnerdörfen in Südindien eng befreundet.  In den letzten Jahren war ihnen insbesondere durch Ausbildung ihrer Kinder geholfen worden  die Voraussetzung für bessere Überlebenschancen zu gewährleisten.  Dabei wurde dennoch zugleich alles getan, um ihre angestammte Kultur und Religion zu erhalten.  Sie waren auf einem guten Weg. 

Doch im Laufe diese Jahres hat sich die Organisation, die sich früher um die Irular gekümmert hat, zurückgezogen und die Untestützung aufgegeben. 

Unser Ziel von "Zukunft Irular e.V." ist es zunächst die unterbrochene serh erfolgreiche Arbeit wieder aufzunehmen. 

Ab 1. Januar 2011 wird eine von uns eingesetzte indische Soizialarbeiterin sich wieder um die Irular Kinder und ihre Ausbildung kümmern, uns zwar intensiver als je zuvor.  Wir hoffen auf Ihre Hilfe, dass wir nach und nach auch alle Unterstützungsmaßnahmen wieder in Gang bekommen.  

Am dringensten ist die Schulspeisung für die Vorschulkinder zwischen 2 und 5 Jahren.  Die leiden im Augenblick unter Unter- und Mangelernährung.  Und da dies unreparable Folgeschäden auslöst, möchten wir so schnell wie möglich den abgebrochene Vorschulunterricht einschließlich Schulspeisung wieder einführen.    

Wir freuen uns wirklich, das wir jetzt ein gutes Stück weiterkommen. 

 

Ich kann mir vorstellen, dass Sie sich jetzt fragen, warum  wir versuchen effektiv zu helfen udn andere die Unterstützung abgebrochen.

Nun es gibt eben Menschen, die sich für die Ureinwohner interessieren und auch darunter leiden, dass sie ganz individuell aber auch kulturell unterdrückt werden bis hin zur Ausrottung. 

Andere finden keinenn Zugang zum Thema frühe Kulturen und fühlen sich durch die Erinnerung an die fürchterliche Behandlung, die westliche Menschen Ureinwohnern zu teil werden ließen, eher belästigt.   

Wir von "Zukunft Irular" gehören zu den Freunden der Ureinwohner. 

Ich selbst und mein Freunde habe natürlich auch noch das ganz persönliche Motiv, das wir viele Irular kennen und schätzen gelernt und - ich muss schon sagen - lieb gewonnen haben.  Wir - die Irular von Kollamedu und ich mit meinen Freunden - wir mögen uns.   Und es ist ganz klar, dass wir ihnen helfen wollen, dem Untergang, dem sie ansonsten geweiht wären, zu entkommen.  Wir wollen, dass sie eine echte Chance bekommen. 

In dem Sinne lasst uns zum Neuen Jahr unser Glas erheben und anstoßen auf die Zukunft der Irular und aller andern Urvölker und aller die unterdrückt sind:   Sie sollen leben!

Und ich bin aus tiefsten Herzen überzeugt:  Wenn wir mit ihnen zusammen dafür sorgen, dass sie leben und überleben können, dann leben wir selbst auch zufriedener und besser.

In diesem Sinne: Zum Woh!

Herzlichst Ihr  Günter Spitzing    

 Hamburg, 10.02.2012

Es ist eine Schande, dass die NPD staatliche Gelder als Wahlkampfkostenerstattung bekommt. Das haben inzwischen sogar Politiker eingesehen. Seltsamerweise bestehen erheblich Bedenken dagegen die Partei zu verbieten oder auch nur die staatliche Unterstützung zu streichen. Gut – wenn es also, wie es heißt juristisch schwierig ist eine Lösung zu finden, habe ich einen Ausweg anzubieten, der sich mit absoluter Sicherheit in juristisch einwandfreier Weise durchsetzen lässt. Also: :

Alle Parteien verzichten völlig auf jede staatliche Finanzierung.

Das gesparte Geld wird zur Tilgung der Schuldenlast der Bundesrepublik eingesetzt.

Das sind immerhin knapp 150 Millionen Euro.

                        Die Parteienfinanzierung hat eine absolute Obergrenze, die bis zum Jahr

2010 133 Millionen Euro betrug. Am 6. Juli 2011 wurde ein Gesetz

verabschiedet, das für das gleich Jahr die Obergrenze auf 141,9 Euro, ab

2012 auf 150,8 anhebt. Da die tatsächlichen Ausgaben in den vergangen Jahren nur um einige Tausend Euro unter der Deckelsumme verblieben, ist es gerechtfertigt die volle Summe von 150,8 Millionen Euro der Schuldentilgung zuzuführen.

Da im Gegensatz zum Land Bayern die Bundesregierung im Augenblick immer noch von Jahr zu Jahr ihre Schuldenlast vergrößert (wenn auch in verlangsamten Ausmaße), kann man es so sehen, dass die Parteien vom Staat mit geliehenem Geld unterstützt werden. Ist das nicht ein Unding. Darauf haben die Parteien doch keinerlei Anrecht. Die Parteifinanzierung sollte, nein muss (!) zumindest so lange ausgesetzt werden bis unser Staat schuldenfrei ist. Wenn das dann so weit ist, kann man das alles neu diskutieren.  

Mir drängt sich allerdings noch eine Frage auf:

Banken wollen, dass wir Schulden machen. Daran verdienen sie.   Ohne, das der Staat sich verschuldet, würden die Banken doch weniger verdienen!   Ist das zumindest mit ein Grund, weswegen die Schuldenlast des Staates in unermessliche steigt???

Günter Spitzing

 

 

                               

Hamburg 08.09.2011

Wirtschaftspolitik ist so was von einfach!

In den TV-Gesprächsrunden erscheint Wirtschaft und Wirtschaftspolitik immer als ein geheimnisvolle Angelegenheit. Darüber können deshalb angeblich auch nur tolle „Experten“, wie der Herr Sinn, ihre orakelnden Sinnsprüche abgeben. Und wir können dennoch nicht durchschauen wer von den „Experten“ gerade Sinn und wer Unsinn von sich gibt. Schließlich reden sie ja auch wirr durcheinander.  

Nun sind aber gerade die wichtigen wirtschaftlichen Zusammenhänge eine total simple Angelegenheit. Die kann sogar ich verstehen. Sie werden nur deshalb nicht durchschaut, weil niemand, und schon gar kein „Experte“, über die wirklich wichtigen Zusammenhänge spricht.

Ich denke da an den Zusammenhang zwischen Zuwachs und Schulden.

„Wir brauchen Zuwachs“, sagen die Experten.

Doch warum brauchen wir Zuwachs?

Um damit unserer Schulden zu bezahlen!

Wir haben aber Schulden, weil wir uns verschuldet haben um Zuwachs zu generieren!

Das heißt im Umkehrschluss:

Wenn wir keine Schulden haben, brauchen wir auch keinen Zuwachs!

Wenn wir keinen Zuwachs forcieren, brauchen wir auch keine Schulden zu machen.

So einfach ist das!

Die politische Klasse und die „Experten“ fordern einen möglichst hohen Zuwachs, obwohl sie wissen, dass

  1. ständiger Zuwachs eine zerstörende Wirkung hat und über kurz oder lang an seine Grenzen stoßen muss.
  2. Zuwachs insbesondere bei hoher Arbeitslosigkeit nicht immer zu realisieren ist.

Das heißt wir müssen auf Zuwachs verzichten.

Das können wir, wenn wir die Schulden auf Null bringen – und dies möglichst schnell.

Stehen die Schulden auf Null und verteilen wir die verfügbaren Mittel gerecht, brauchen wir keinen Zuwachs.

Dann ist es auch nicht nötig neue Schulden zu machen.

Machen wir keine neuen Schulden, dann können wir ohne Hektik leben.

Kein Staat ist gezwungen Schulden zu machen. Im Grunde genommen darf er das auch gar nicht. Er ist nur berechtigt Kredite aufzunehmen, wenn er damit Maßnahmen finanziert, die die Ausgaben wieder hereinspielen und ein zusätzliches Plus dazu. Dadurch entstehe keine beziehungsweise nur ganz kurzfristig belastende Schulden. Es wäre nur noch eine sehr geringe Anzahl kurzfristig angelegter Staatsanleihen notwendig.

Warum man das nicht macht? Nun – weil diejenigen, die nicht selbst arbeiten, sondern ihr Geld arbeiten lassen wollen, natürlich daran kein Interesse haben.

 

Die Verschuldung Griechenlands ist darauf zurückzuführen, das die Parteibonzen mit Krediten Gefälligkeiten für ihre Leute, für ihr Wahlvolk, finanziert haben. (Als Folge davon ist zusätzlich eine problematische Ineffektivität von Staatsbetrieben entstanden.)

Eine völlige Entschuldung Griechenlands in Verbindung mit einer effektiven Sanierung der Staatsbetrieben, würde eine gesunde Wirtschaft bewirken. Die meisten Griechen, nicht zuletzt die Landleute, arbeiten sehr schwer. Es werden landwirtschaftliche Produkte hoher Qualität erzeugt. Voraussetzung für die Gesundung ist, dass die Klientelpolitik unterbleibt und dass das Land keine Kredite mehr aufnimmt. Es brauchte sich dann nicht mehr um die Verzinsung von Staatanleihen sorgen, es hätte es dann überhaupt nicht mehr nötig Staatsanleihen aufzulegen. Dann können die Leute in Griechenland ganz gelassen ohne Zuwachs ein lebenswertes Leben führen.

Die Fordrungen von IWF und EU, dass Griechenlands Wirtschaft auf Zuwachs setzten sollte, ist Gift für das Land. Dies würde nämlich erneute Verschuldung bedeuten, die, falls der Zuwachs nicht nach Plan gelingt, auch nicht abbezahlt werden könnte.

Die Lage ist klar. Wir durchschauen, wie es richtig laufen könnte. Leider sind Leute da, die ganz andere Interessen haben. Wie können wir die an ihren Aktivitäten hindern?

Herzlichst Günter Spitzing

 

13. September 2011, Aighina

Ich halte generell nichts davon im Internet mit „überstarken“ Worten herumzuwerfen. Doch jetzt – nach der Beschäftigung mit offiziellen und inoffiziellen deutschen Reaktionen auf Griechenland, fällt es mir sehr schwer mich der Verbalinjurien zu enthalten. Einige Äußerungen sind zu unsäglich:

+ Die FDP Bubis nehmen leichtfertig eine Insolvenz des Landes ins gespitzte Mündchen, gefährden dadurch Rettungsmaßnahmen ohne die geringste Ahnung zu haben welche Folgen einer Insolvenz eines Südlandes für die gesamte Euro-Gemeinschaft hat und welche Kosten das verursacht. Und warum tun sie das?  Nur weil sie die Flughoheit über ein paar engstirnig besetzte Stammtische erobern wollen und meinen sie könnten dadurch ein paar Halbnazis dafür gewinnen statt NPD eben FDP zu wählen. Das ist so was von Pfui Teufel. Ich bedauere, dass ich mir selbst verboten habe die passenden Worte dafür anzuwenden. Die Leute sind zu unreif und zu selbstsüchtig um Regierungsverantwortung zu übernehmen.  Das sie den Aktienkurs und den Euro nach unten drücken,  nehmen sie in Kauf.  Haben sie etwa selbst auf die Pleite der Südländer spekuliert?

+ Frau Merkle und andre aus ihrer Partei finden die starken Worte gegenüber Griechenland, die sie sich gegenüber den U.S.A nicht anzuwenden traut. Dabei sind die USA noch viel abgebrannter als die europäischen Südstatten und schützen dazu noch Spekulanten, die die eigentlich Schuldigen an der Misere sind. Typische Radfahrermentalität: Nach dem was man für oben hält buckeln, nachdem was man als unterlegen einschätzt, treten.

Kleine Staaten, die man für hilflos hält, lauthals zu ermahnen, eben auch um sich bei Wählern anzubieten, hat doch nichts mit Diplomatie zu tun. Und erreicht wird damit sowieso nichts. Aktentasche packen und nach Athen, Lissabon und Madrid jeten, um dort mit den Verantwortlichen vernünftig zu rede – dass wäre Politik und das wäre Diplomatie. Hier öffentlich rumzuholzen, immer mit einem Seitenblick auf rechtsnationale Stimmen, das zeugt weder von politischem Stil noch von Können.

+   Internetstimmen von Wählern zu Griechenland. Das fällt weitgehend unter die Rubrik von nationalistischem Gerülpse – so hat es Willy Brandt einmal genannt. Vor allem wird da verallgemeinert: „Die Griechen betrügen u.s.w.“

Es sind nicht „die Griechen“, von den ein Großteil mehr arbeitet und weniger verdient als „diese Sorte selbstgerechter Deutscher. Es ist die politische Kaste in Verbindung mit der Administration, die diese Lage geschaffen hat. Drei Familien haben immer mehr Parteigänger zu guten Beamten Gehältern verschafft, um deren Stimmen zu kaufen. Da muss sich was ändern. Unser soziales Gewissen sollte aber auch so weit gehen, dass alle Übereinkünfte eine Passus enthalten müssen, das Gehälter und Pensionen unter 1000 Euro pro Monat nicht angegriffen werden dürfen und auch keine Maßnahmen ergriffen werden dürfen, die auch die Armen treffen (wie Mehrwertsteuererhöhung oder Grundsteuer). Schließlich sind wir alle Europäer. Und wir dürfen nicht vergessen, dass auch uns Mitleid und Hilfe gebracht wurde, als wir ganz unten am Boden lagen. Wir haben überhaupt keinen Grund die dicken Maker zu spielen.

Ich war zuvor für direkte Demokratie mit Volksbefragungen. Was ich inzwischen so alles gelesen habe, stimmt mich eher skeptisch.

Das Problem ist: Früher hatten wir eine christliche Religion und alle Beteiligten kannten sich damit aus. Jetzt ist unser Gott die Gewinnmaximierung der Wirtschaft. Doch die Anhänger des Geldes als Gott kennen sich mit Geld und Wirtschaft und dem komplizierten Bankenunwesen nicht aus und fordern daher dummes Zeug.

Auch die griechische Wirtschaft hat bestimmte Vorteile – zum Beispiel unabhänge sich selbst versorgende Bauern (was natürlich Montesanto nicht in denn Kram passt!)

Es darf überhaupt nicht darum gehen die Wirtschaftsituation um jeden Preis an die westliche Vorstellung von Wirtschaft und Lebensform anzupassen, sondern eine breit angelegte Untersuchung in die Wege zu leiten, wie wir alle besser und glücklicher leben können. Das setzt Änderungen, schwerwiegende Änderungen, voraus - gerade auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Wir alle, nicht nur die Griechen,  müssen bereit sein die Verhältnisse und vor allem uns selbst zu ändern.

 

 

Le nationalisme, c’est la guerre!

Francois Mitterrand am 17.01.1995 

Aighina 26.07.2011 

Wie können wir überleben – heute und morgen und übermorgen?

Hinter allen Bestrebungen zu überleben stehen zwei gegensätzliche Modelle:

Modell Absonderung.

Da gibt es welche die meinen: Es geht nur darum die eigene Gruppe – die eigene Nation, die eigene Religion, die eigene Ideologie, die eigene Rasse, die eigene Familie vor allen andern durch Absonderung schützen! Es werden möglichst hohe Mauern um die eigene Gruppe herum errichten und diese Schutzwälle werden auch verteidigen – mit Bomben und Granaten! Alles außerhalb der eigenen Gruppe wird – ausgesprochen oder unausgesprochen - als mehr oder weniger minderwertig angesehen

Modell Einigkeit.

Andere haben die Gewissheit: Überleben können wir als Individuen, wie auch als Menschheit nur, wenn wir uns alle einigen, alle miteinander zusammenarbeiten – und zwar auf gleicher Augenhöhe. Uns bleibt nichts anderes übrige als für einander einzustehen – ungeachtet der Nation, der Religion, der Ideologie, der Rasse, der Familie.

Das Modell Absonderung erleben wir in verschiedenen weichern oder härteren Ausprägungen – aber es läuft letztlich immer auf dasselbe hinaus: Es geht immer nur um eine begrenzte Gruppe, die sich als etwas Wertvolleres fühlt, als alles andere um sie herum. In extremer Form vertritt diese Haltung der Nationalsozialismus. Aber auch der einfach nur egoistischen Nationalismus läuft letztlich, wie es Mitterrand treffend formuliert, auf Krieg hinaus.

Ich bin seit einiger Zeit in Griechenland und verfolge mit wachsendem Entsetzen Stimmen aus andern Ländern, besonders auch aus der Bundesrepublik, die derart explosiv mit Arroganz, Selbstgefälligkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Ursprungsland Europas aufgeladen sind, dass ich fatal an Stimmen und Stimmungen vor dem Mai 1945 erinnert werde.

Ein solches Desaster, wie damals, entstanden als zwangsläufige Folge der Abgrenzungspolitik, müssen wir wirklich nicht noch einmal haben. Jede Abgrenzung und Isolierung führt zwangsläufig dazu sich gegenseitig zu bekämpfen. Und Gruppe, die obsiegen, zerfallen dann wieder in Untergruppen, die dann aufeinander einschlagen. In letzter Konsequenz führen solche Haltungen dazu, dass nur einer übrig bleibt, der zuvor alle anderen ermordet hat. Der Vorfall in Norwegen hat gleichsam symbolisch im Minimaßstab vorweggenommen, zu was das Modell Absonderung führt – zum Ende der Menschheit. .  

 

Das Modell Einigkeit motiviert die Menschen zusammenzuwirken, um die eingestandenermaßen nicht unerheblichen Schwierigkeiten, die durch das Wachstum der Menschheit und auch durch ihre Wachstumsideologie verursacht werden, in den Griff zu bekommen.

Eine menschenfreundliche Zukunft der Menschheit ist möglich, und sie ist nur möglich, wenn Verständnis, Toleranz, Einfühlungsvermögen, Zuwendung und Liebe unter den Menschen die Oberhand gewinnen – und wenn ein maßvoller rational gesteuerter Idealismus, die zur Zeit noch vorherrschende wirtschaftliche und geistige Egozentrik überwindet. Wir müssen, das Thema anpacken – alle zusammen. Das Ziel ist eine Welt zu gestalten, in der alle mit Freude dabei sind, mitzuarbeiten, damit, so weit wie möglich, alle glücklich und zufrieden nach ihren eigenen Vorstellungen leben können. Diese Welt, die Welt in der wir leben, gilt es lebenswert zu gestalten und lebenswert zu erhalten.

 

Ich sprach vorhin von Idealismus. In der Tat brauchen wir eine ganze Menge davon, uns aktiv für dies Ziel einzusetzen. Wenn wir nämlich, unsere Gruppe sich entschlossen hat, auf andere zuzugehen mit der Devise „We go hand in hand!“, dann heißt das ja noch lange nicht, dass alle anderen sofort bereit sind, das mitzumachen. Es wäre naiv zu erwarten, dass uns alle, denen wir um den Hals fallen wollen, auch sofort das Bedürfnis verspüren, uns um den Hals zu fallen.

Die Gruppen, die mehr oder weniger militant das Modell Absonderung betreiben, werden nicht von vorneherein ihre Ziele aufgeben. Einige lassen sich vielleicht mit dr Zeit überzeugen. Aber verbohrte Nazis und extreme Islamisten und Christianisten werden ihr Ziel sich selbst abzugrenzen und andere zu dominieren, kaum (höchstens in Ausnahmefällen) aufgeben. Das ist für uns ein Dilemma.   Aber wir sind dann auch verpflichtet, zum Beispiel die von Nazis Drangsalierten und die von Islamisten und Christianisten unterdrückten Frauen zu schützen. Wir müssen der Durchsetzung der Menschenrechte Nachdruck, notfalls kämpferisch, verleihen.

So hat die Familie nicht das Recht eine Ehe ihrer Kinder zu erzwingen.

Auch die Religionsfreiheit wird durch die Menschenrechte begrenzt.

Zwar könnte der Artikel 12 der Deklaration der Menschenrechte den Eindruck erwecken, dass eine schrankenlose Religionsfreiheit gefordert würde. Doch dieser Artikel wird relativiert durch Artikel 29.

# Jeder Mensch ist in Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zwecke vorsieht, um die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten der anderen zu gewährleisten ………

# Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Kein Mensch hat folglich das Recht, selbst wenn es seine Religion fordern sollte, Menschen ungleich zu behandeln und zu dominieren, Menschen zu indoktrinieren, Hass zu predigen oder für eine Gottesstaatsdiktatur einzutreten.

Wir müssen gegen ein Umwandlung unserer Gesellschaft durch autoritäre Kräfte ein glasklare Stellung beziehen. Nur so können wir verhindern, das Menschen vor lauter Angst sich auf die falsche, auf die faschistoide Seite schlagen.  

 

Wir haben noch mit einer andern Schwierigkeit zu kämpfen. Es gibt zweifellos Menschen, vor allem junge Männer, die aggressives Verhalten als Teil ihres persönlichen Lebensglückes ansehen. Nicht jeder ist von Natur aus rücksichtsvoll und tolerant.

Den Gegensatz zu überwinden, zwischen Glücksverlangen in uns, das auf Kosten anderer geht, und Aktivitäten, die dem allgemeinen Wohl dienen, und uns auf die richtige Seite zu schlagen, das ist es, was wir als ethisches Verhalten empfinden.

L`union de l`hommes, c`est la paix!

 

Nachbemerkung. Norwegen und Schweden hat einen Trauertag mit Schweigeminute zum Gedenken an die Ermordeten durchgeführt. Warum hat sich daran die Bundesrepublik nicht angeschlossen? Es sind auch unsere Toten. Es wäre eine Geste des europäischen Zusammenhaltes gewesen. 

 

HH 10.05.2011

Zukunft Irular, Verein zur Unterstützung bedrohter Ureinwohner gegründet

Am 5. Mai 2011 wurde der Verein Zukunft Irular gegründet. Gemeinnützigkeit und Steuerbegünstigung sind beantragt.

 

Ziel des Vereines ist den unter großer Bedrängnis lebenden Adivasi-Gruppen (Ureinwohnern) in Südindien einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Durch Ausbildung ihrer Kinder sollen sie aus ihrem wirtschaftlichen Elend befreit werden.

Zukunft Irular will dabei darauf achten, dass ihre Kultur erhalten bleibt, damit die Entwurzelung, die so viele, ja die überwiegende Mehrzahl der ursprünglich naturnah lebenden Völker erlitten haben, vermieden wird.

Kultur und Religion der Irular sind auch durchaus erhaltenswert, da das Sozialleben de Irular demokratisch strukturiert ist, da Frauen und Männer und Kinder nahezu gleichberechtigt sind und auch ansonsten Übereinstimmung mit der Erklärung der Menschenrechte besteht.

Am 5. Mai wurde über eine Satzung und über die Grundprinzipien, die der Organisation als Basis dient, abgestimmt. Beides ist mittlerweile unter www.zukunft-Irular.de nachzulesen.

Außerdem wurde ein Vorstand gewählt. Seine Mitglieder sind in HH ansässig:

¨      Dr. Anke Butscher und Günter Spitzing. Beide bilden die gleichberechtigte Doppelspitze der Organisation.

¨      Judith Futár-Klahn, Kassenwartin.

¨      Saskia Undine Schulze, Schriftführerin.

¨      Marlies Nwosu, Beisitzerin.

¨      Joachim Wolf, Beisitzer.

Als Kooptierte mit Beiratsfunktion wurden in den Vorstand berufen:

¨      Susanna Guckenbiehl, Tuzing.

¨      Anita Tawakley, Benningen.

¨      Thees Klahn, Hamburg

 

Wir haben einiges an Aufgaben vor uns.  Wer uns bei dieser interessanten Arbeit – näheres www.zukunft-irular.de - helfen will, wende sich bitte an

spitzinggu@aol,com    oder Ankebutscher@aol.com .

Danke!

Günter Spitzing

 

HH 19.04

Es ist so weit!

Datum für die Gründung von Zukunft Irular e.V.

Wir werden eine Organisation ins Leben rufen, die die eingeleitete Unterstützung für die Irular fortsetzt intensiviert und effektiver gestaltet. 

Gründungsversammlung:

Hamburg Burchardstraße 19 (Innenstadt)

(bei Dr. Anke Butcher)

Donnestag 5. Mai 2011 19 Uhr

Wr mitmachen will - ob er in HH wohnt oder außerhalb, ob er an diesem Datum Zeit hat oder nicht -

wende sich bitte an

Spitzinggu@aol.com 

oder

040 6013881

Es laden eine:

Dr. Anke Butcher und Günter Spitzing

 

 

HH 11. April 2011

So jetzt ist es so weit:

Aktuell - Aktuell - Aktuell!

Dr. Anke Butscher und Günter Spitzing

gründen, um effektiver und flexibler die Ureinwohner fördern zu  können,  eine NGO (Non-Government-Organisation) mit Namen:

Zukunft Irular e.V.

Die Organisation DEWI SARASWATI, die früher die Irular betreut hat, teilt sich auf in zwie Organisation.

Eine führt den alten Namen weiter und weiterhin betreut ein Kinderdorf bei Kilawedu, Tami Nadu.  

Unser zweite Nachfolgeorganisation unter dem Namen Zukunft Irular e.V.  übernimt und intensiviert Begleitung dr Irular Adivasi in eine selstständige und aussichtsreichere Zukunft. 

 

Wer will mitmachen?  Wer will bei der Gründung dabei sein?

Meldet hier an welchenTag ihr könnt -

am 26. April? 2. Mai? 5. Mai oder 6. Mai 2011?

um 18 Uhr in der Burchardstraße 19.

HH 20.03.2011

Sowas von Blamage!

Mein Verdacht, dass sich zu wenige in Deutschland wirklich für die Menschenrechte interessieren, hat sich bestätigt. Dem Guido Westerwelle, Außenministerdarsteller, sind die Menschenrechte so was von egal, und für seine Patronin gilt dasselbe.

Da kommt ein menschenverachtender Diktator daher, der nicht unähnlich Hitler um seine Haut für noch ein Paar Tage zu retten, sein eigens Volk verheizt. Was passiert?! Ausgerechnet eine Regierung aus einem Land, von dem aus, aber auch in dem Hitler wütete, bringt es fertig, sich der Stimme zu enthalten, als es galt, den Diktator in den Arm zu fallen und die Menschen vor seiner Rache zu schützen.

Lippenbekenntnis zu den Menschenrechten? Alles vergessen? Bedenkenträgerische Einwände – dass man ja nicht wisse, ob nicht ...  

Ein Risiko ist sicherlich dabei die Aufständischen zu unterstützen, aber ein größeres Risiko ist es, ihnen nicht zu helfen und sie nicht vor der Ausrottung durch Gaddhafi zu schützen. Das ist um der Menschenrechte willen absolut notwendig.

Aber das ist noch etwas anderes. Säkular gesinnte Araber und liberale Moslems wollen Demokratie in allen Ländern des Nahen Ostens. Da ist nun wirklich der Hauch der Geschichte zu spüren. Und wer das nicht spürt, sollte wenigstens die Einsicht und den Anstand haben, sich aus der Politik zurückzuziehen.

Die Revolutionen in Nahost bieten zumindest die Chance die Spannungen zwischen Orient und Occident, zwischen einer Welt mit islamisch- morgenländischen und einer Welt mit abendländischem Hintergrunde zu überwinden. Es könnte eine Harmonie hergestellt werden, die es erlaubt, dass demokratische Reformen vorgenommen werden, einerseits im Orient, aber andererseits auch in Europa, wo sie ebenfalls dringend erforderlich ist. Sich da herauszuhalten, ist keine Lösung.

Der europäischen Gemeinschaft hat Angela Merkel mit ihrer Enthaltung eine Bärendienst erwiesen. Es ist einiges an den Regelungen in der EU zu kritisieren. Aber das Bündnis hat für 67 Jahre Frieden zwischen den europäischen Völkern gebracht. Das hat es zuvor noch nie gegen. Es ist wichtig, das die Bundesrepublik die Entwicklung Europas mitgestaltet. Angela Merkel hat sich davon soeben abgeschaltet. Ihre Stimme wird in Europa kein Gehör mehr finden. Sie hätte gemeinsam mit Sarkozy zu den Vertretern der arabischen Liga reisen müssen.

Das wäre das richtig Signal gewesen – und wäre möglicherweise sogar in Tripolis versanden worden.

Es ist auch nicht zu erwarten, dass sie noch irgendeinen Einfluss auf die französische Atompolitik ausüben kann. Eine Zusammenarbeit in Libyen hätte mit Sicherheit im Anschluss daran die Möglichkeit eröffnet, erfolgreiche Verhandlungen über die Stillegung des AKW Fessenheim zu führen. Daran ist jetzt nicht mehr zu denken. Und die Chance eine Beteiligung in Libyen zu einem Ausstieg aus Afghanistan zu nutzen, die wurde auch verspielt. In Libyen ist es möglich etwas positives auszurichten, in Afghanistan dagegen ist Hopfen und Malz verloren.   Ich will es gar nicht bestreiten: Westerwelle und Merkel sind sicherlich herzensgute Leute, die nur das Beste wollen. Wäre natürlich schön, wenn sie wüssten, was das ist.

HH 16.03.2011

Der GNAU ist da!                                                                       

Seit einigen Tagen kennen wir auch ihn – leider! Es ist der

„Größter nicht vorher angenommene Unfall“.

Mit der Berechnung von GAUs hat man sich im Glauben gewiegt, man könne selbstproduzierte Katastrophen in den Griff bekommen. Die alten Griechen hätten das als Hybris bezeichnet – als über alle Maßen wahnsinnige arrogante Überschätzung der eigenen Möglichkeit, die mit absoluter Sicherheit den Zorn der Götter heraufbeschwört.   Das Volk Israel hatte für solche Fälle das Beispiel vom Turmbau zu Babel parat. (Aber offensichtlich kennen nicht einmal mehr alle Pfarrerstöchter die hebräische Bibel.)  

Nun - es ist nicht die Zeit zu Schuld zuzuweisen und herum zu motzen . Jetzt müssen wir erst den Betroffenen in Japan beistehen.   .

Wo liegen die Hauptprobleme?.

Wir wissen – und das ist auch unlängst in einer Sendung bestätigt worden - . dass die Hauptursache der Verstrahlung von Menschen in Tschernobyl nicht durch die direkte Strahlung, sondern durch die Aufnahme verstrahlter Nahrungsmittel erfolgt ist. Große Gebiete um Tchernobil herum sind noch jetzt nach 20 so verstrahlt, dass darin keine Nahrungsmittel gewonnen oder länger gelagert werden können. Daraus ist klar zu ersehen, welche Notmaßnahmen sofort getroffen werden müssen:

1. Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmittel, die außerhalb Japans gewonnen werden.  

Die Menschen vor Ort können nur dann vor Strahlenschäden bewahrt werden, wenn sie unverstrahlte Nahrung erhalten. Was in der Umgebung wächst oder herangezogen oder gefangen wird, trägt den Tod in sich.

2. Versorgung mit unverstrahltem Wasser.
Es müssen sofort Meerwasserentsalzung Anlagen für Tiefenwasser und Pipelines zu dessen Verteilung gebaut werden. Regenwasser wird verstrahlt sein. Da bisher noch keine Erfahrungen über die Belastung des Meeres bei einem meernahen Atomunfall vorliegen, ist nicht genau bekannt, wie sich die Verstrahlung auf das Meereswasser und die Meeresströmungen auswirkt.   Vorläufig müssen wir davon ausgehen, das die oberen Meeresschichten in Mitleidenschaft gezogen werden, die tieferen Stellen im Meer davon aber weitgehend verschont werden.

3.   Umsiedlung der Einwohner großer Landesteile.

Die Bewohner der nördlichen Hälfte der Hauptinsel Honshu und der Südhälfte von Hokkaido müssen umsiedeln – und zwar ins Ausland. Damit die verbleibende Bevölkerung ausreichend mit unverstrahlten Nahrungsmitteln und Wasser überhaupt noch ausreichend versorgt werden können, muss die Bevölkerung Japans durch Umsiedlung ausgedünnte werden.   Deshalb ist es wichtig, das die Bundesregierung ab sofort Japanern aus den bedrohten Gebieten unbürokratisch eeine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erteilt.  

Es geht wirklich darum zu helfen, aber dies auch sinnvoll zu tun.

 

Wir dürfen über allem, was da passiert, aber auch nicht den Vermord Kadhafis an den Menschen in Libyen vergessen. Es ist eine Schande, dass Deutschland hier nicht mit Frankreich zusammenarbeitet. Das wäre eien europäische Aufgabe gewesen.

Der Widerstand von Westerwelle gegen eine Flugverbotszone ist unverantwortlich. Aber selbst, wen man über das Flugverbot geteilter Meinung sein sollte, bin ich fassungslos, dass er seine Ablehnung des Verbotes auch noch in die Welt hinausposaunt und damit genau die falschen Signale nach Libyen sendet.  

Ich kann nur sagen: GGH –Guido go home!   Und nimm` gleich ein paar andere mit!

In diesem Sinne

Euer Günter Spitzing

Hallo, HH 08.03.2011

Eines steht fest:

Der Katholizismus gehört nicht zu Deutschland,

und auch nicht zu Italien. Das gilt auch für den Vatikan, auch wenn der Chef dort Italiener mit deutschem Migrationshintergrund ist. Wohl aber gehören Katholiken zu Deutschland.

Der Protestantismus gehört nicht zu Deutschland, aber natürlich gehören Protestanten dazu.

Der Atheismus gehört nicht zu Deutschland. Aber natürlich gibt es eine ganze Menge von Atheisten in Deutschland, und die gehören dazu.

Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Aber natürlich gehören Moslems zu Deutschland, sofern sie sich hier wohl fühlen und an deutsche Gesetze und Verordnungen halten. Übrigens: Herr Erdogan gehört gerade nicht zu Deutschland, wenn er auch so tut, als hätte er hier was zu sagen.

Dass irgendeine Religion zu Deutschland gehöre ist eine sehr unüberlegte Aussage, die nicht gerade von üppig ausgeprägtem Sachverstand zeugt.

Den Unterschied zu kennen und zu akzeptieren zwischen Katholizismus und Islam , die nicht zu Deutschland gehören, und Katholiken und Moslems, die zu Deutschland gehören ist, ist aus folgenden Gründen unabdingbar:

+ Deutschland ist ein säkulares Land. Das sagt auch das Grundgesetz aus.

+ Weder Katholiken, noch Protestanten oder Atheisten und schon gar nicht Moslems stellen eine auch nur einigermaßen einheitlich Gruppe dar. Sunniten und Schiiten schlachten sich sogar gegenseitig ab. Alawiten und Amadhia Leute, die sich selbst zum Islam bekennen, werden von andern nicht anerkannt. Die mystischen Gruppen innerhalb des Islams vertreten einen Standpunkt, den die, die den Koran wörtlich interpretieren, nun einmal gar nicht teilen. Bei den Christen herrschen übrigens ähnliche Zustände und abgeschlachtet haben sie sich gegenseitig früher auch. (Gehört das auch zu den christlich-abendländischen Traditionen, auf die wir uns berufen sollen?)

Liberal islamische Gruppierungen, die es durchaus gibt, die aber wenig Wiederhall in den Medien finden, werden keinesfalls zu Deutschland gehören wollen, und schon gar nicht zusammen mit Hartleinergruppierung.

+ Zu Deutschland gehören individuelle Menschen und keine Ideologien (die noch dazu in zahllose gegensätzlich Richtungen aufgespalten sind).

Wenn wir bestimmte Religionen oder Ideologien als zu unserem Land gehörig deklarieren, dann gehen die Vertreter dieser Anschauungen davon aus, das ihr Glaube oder ihre Ideologie verbindlich ist für das Land. Dies aber öffnet schwerwiegenden Glaubenskämpfen und Auseinandersetzungen Tor und Tür. Verbindlich – und zwar klar und unmissverständlich verbindlich – kann daher nur eine säkulare Grundlage sein, die so tolerant ist, dass sie allen Angehörigen aller Religionen und Ideologien ein Existenzrecht in der Bundesrepublik einräumt. Wobei natürlich auch ein loyales Verhalten aller Beteiligten erwartet werden muss. Dies Grundlage gibt es. Es ist die Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 (einschließlich erweiternder Erklärungen).

+ Im Falle des Islam erzeugt eine Bemerkung wie „er gehöre zu Deutschland“ ein ganz besonderes Missverständnis. Für den orthodoxen Islam sind (und das ergibt sich schon aus der Geschichte des Propheten selbst) Religion und (auch staatliche) Gesellschaft unmittelbar miteinander verquickt. Religion durchdringt im orthodoxen Islam die Gesellschaft. Die Gesetze sind religiös bedingt, und sie zielen darauf ab die Religion zu erhalten und zu unterstützen. (Zumindest, was ihre Wünsche anbelangt sind Hartliner in der Kurie und fundamentalistische Protestanten von einer solchen Haltung auch durchaus nicht far so weit entfernt.)

Wenn also von höchster Stelle behauptet wird, der Islam gehöre zu Deutschland, dann wird das auch so verstanden, dass Deutschland die Gesetzlichkeit des Islam – die Scharia – zulässt. Für die orthodoxen Moslems gibt es keine Unterscheidung zwischen Glaube als Privatsache und öffentlichem Recht. (War in früheren Jahrhunderten bei uns auch so. Ich glaube kaum, dass die Mehrzahl der Deutschen sich diesen Traditionen verbunden fühlt!). Eine solche Erklärung ist daher unangebracht , ist ein Dolchstoß in den Rücken von Mädchen und Frauen, die in Deutschland lebend, mit vollem Recht die gleichen Rechte in Anspruch nehmen wollen, die auch Deutschen zugebilligt wird.

Dies Thema ist sehr kompliziert. Bevor man von christlich-jüdischen Traditionen und einem zu Deutschland gehörenden Islam spricht, sollte man genau wissen, über was man redet. Und wenn man es nicht weiß, hält man besser den Mund. Ansonsten entstehen Missverständnisse, die gefährlich Folgen haben können.

In diesem Sinn Günter Spitzing

 

HH 12.02.2011

Ich habe es satt, dass sich niemand für die Hungernden interessiert

Ihr jemals Hunger gehabt? Wenn ich das, etwa bei Veranstaltungen, frage, stellt sich schnell heraus, dass hier bei uns so gut wie niemand wirklichen Hunger kennt – zumindest nicht von den unter 70jährigen. Selbstverständlich ist das keineswegs. Im größeren Teil der Welt sieht das anders aus - ganz anders! Bei den von mir so sehr geschätzten Irular ist der Hunger das Hauptproblem. Die Älteren sind spindeldürr, weil sie sich Zeit ihres Lebens nicht satt essen konnten. Die Kinder zeigen deutliche Anzeichen von Mangelernährung. Im Augenblick kann dem nur mit Schulspeisung abgeholfen werden.

Es geht aber nicht nur um Einzelfälle, um die natürlich auch. Aber Hunger ist ein weltweites Problem und auch für uns ist es ein Zukunftsproblem. Wenn nichts getan wird und sich nichts verändert, kommt Hunger unweigerlich auf uns zu. Entwicklungspolitik muss daher Anti-Hunger-Politik sein und zwar nachhaltige Anti-Hungerpolitik

Gestern telefonierte ich mit Tamara, meiner Tochter. Wir freuten uns gemeinsam über den Rücktritt von Mubarak. Dann diskutierten wir natürlich auch die Frage, wie es denn weitergehen. Und da waren wir dann auch ganz schnell wieder beim Thema Hunger. Ägypten hat eine derartige Überbevölkerung an junge Leute, das es beim derzeitigen Mangel an wirtschaftlicher Infrastruktur keine ausreichende Nahrung produzieren kann. Schuld daran ist auch, dass die Entwicklungszuwendungen von außerhalb nicht investiert wurden, sondern verfrühstückt.

Der berühmte Spruch, dass Hilfe nur wirksam sei, wenn man den Hungernden, anstatt eines Fisches eine Angel, oder besser noch ein Boot mit Netzen gibt, wurde nicht beachtet. Man hat ihnen einen Fisch gegeben. Und von dem sind jetzt nur noch die Gräten übrig.

Ägypten braucht wirklich keine Ermahnungen, wie schnell oder langsam es demokratische Strukturen durchsetzen soll oder wollen soll, oder wie die Demokratie so oder auch anders sein kann.

Wenn die Demokratie dort etwas werden soll, braucht das Land am dringendsten die Chance eine Struktur aufzubauen, die die Ernährung aller aus dem eigenen Lande heraus gewährleistet.

Wie kann das aussehen:

  1. Bau von Solaranlage. Sonne ist im Überfluss vorhanden und liefert Strom.
  2. Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen, betrieben mit gewonnenen Solarstrom.
  3. Rohrleitungssystem, das das Wasser an alle Stellen bringt, die für Kultivierungen geeignet sind.
  4. Errichtung von über das Land verstreuten Ausbildungsstätten, die für die lokale Situation geeignete landwirtschaftliche Methoden und entsprechende Vertriebsverfahren lehren.
  5. Einrichtungen von einem geeigneten Typ von Genossenschaften für ausschließlich kleinbäuerliche Betriebe. Sie übernehmen die Zuteilung des Landes, organisieren Finanzierungen, kümmern sich um den Vertrieb der Produkte und um den Ausbau des Verkehrsnetzes. Es werden ausschließlich kleinbäuerliche Betriebe mit einem hohen Selbstversorgungsanteil aufgebaut und unterstützt.

Eine derartige nachhaltige Planung lässt sich mit Entwicklungsmittel realisieren. Durchführen müssen das Projekt die Ägypter selbst. Der Anstoß aber kann u.a. auch von den Geberländern aus der EU ausgelöst werden. Es gilt eine Planungsorganisation zu bilden, die aus Vertretern der Geberländer, der ägyptischen Regierung und vor allem aus Fachleuten besteht.

Ich muss offen gestehen, es macht ein traurig und betroffen, dass so viel über Ägypten geschwätzt wir, aber überhaupt nichts darüber zu hören ist, was getan werden muss, damit es den Menschen auf die Dauer gut geht. Wenn nicht gegen Hunger und damit auch gegen Unterbeschäftigung getan wird, können wir das Thema Demokratie und Frieden in der Region vergessen.

Das Schicksal Ägyptens ist das Schicksal der Welt. Die Lebensmittelproduktion wird schon in Kürze nicht mehr ausreichen um die ständig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Verschärft wird das Problem durch die Spekulanten. Sie treiben an über die Börsen die Kosten von Lebensmitteln nach oben. Dadurch kommen noch mehr Menschen nicht an genug Lebensmittel heran und sterben den Hungertod. Es ist eine unabdingbare Aufgabe der Politik sofort jetzt ganz zügig Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Spekulationsmord ein Ende bereiten.

Und wir – kann der sogenannte kleine Mann überhaupt etwas tun? Ja wir können etwas tun, nämlich freie Garten- und Vorgartenflächen mit Gemüse bepflanzen. Ihr schüttelt Euch aus vor Lachen und denkt das sei unmöglich? Ich sage Euch, wenn der Hunger kommt, wird das kommen. Es hat es ja auch schon einmal gegeben.   Im Krieg und in den folgenden Hungerjahren wurden die Blumenrabatten und Rasenflächen mit Gemüse, Salat, Kartoffeln und Obst bepflanzt. Und Kaninchen wurden auch gezüchtet. Das wird wiederkommen. Wenn man es rechtzeitig biologisch korrekt organisiert, so dass die Bodenqualität erhalten bleibt, wird daraus zwar nur ein Mittel, aber doch ein recht effektives im Kampf gegen den Hunger.

 

Wir müssen an mehrere Ebenen denken und auf mehreren Ebenen handeln.

Einerseits aktuell vernachlässigten hungernden Leuten, wie den Irular, einen Anschub geben, dass sie in die Lage kommen sich selbst ausreichend zu ernähren. Mir geht es darum für die Ureinwohner etwas zu tun, weil wir, ich und auch Ihr, hier etwas tun können.

Die nächsthöhere Ebene ist die großräumige Situation in Ägypten. Hier ist natürlich zunächst die Politik gefragt. Als Einzelne sind wir in dieser Hinsicht ziemlich ohnmächtig. Aber wir können unsere Stimme in Netzwerken und Verbänden erheben, damit die ihrerseits wieder Druck auf die für die Entwicklungspolitik Verantwortlichen ausüben. Und wir können unsere Meinungen und Erkenntnisse verbreiten – zum Beispiel im Internet.

Und da ist dann auch noch die globale Ebene. Hier muss ein neues Bewusstsein entstehen, das zu systematischen Strukturmaßnahmen führt. Medien und Politik ist es nicht erlaubt hier alles laufen zu lassen. Der Markt wird es eben nicht richten. Hier sind handfeste Regulierungen notwendig. Unsere Stimme ist zu leise hier etwas zu erreichen. Dann müssen wir eben aufschreien. Und wenn das auch noch nicht reicht um Eingenickte aus dem Schlaf zu scheuchen, bitte, dann müssen wir brüllen.

Günter Spitzing

 

HH 08.02.2011

Machen wir uns nix vor!

Ich sitze auf der obersten Spitze der höchsten Dattelpalme. Und was hat mich so auf die Palme gebracht?

Es ist das Herumeiern um Ägypten und Mubarak.

Unsere Politpromis führen zwar gern die Menschenrechte im Mund. Aber wenn es denn darauf ankommt, dann geht ein Herumgemerkele los, das es einem graut.

Die Damen und Herrn müssen sich ja großartig und sehr sehr weise fühlen, wenn sie dem jungen Aufbruch im Ägypten empfehlen bedächtig zu sein und Geduld zu entwickeln. Was heißt hier Geduld?

Haben die nicht genug Geduld gehabt mit ihrem System? Haben die nicht genug Geduld gehabt mit den Europäern, die den Diktator immer mit ihren tollen weisen Empfehlungen verschont haben, sich heute aber als Experten für Ägypten und das angrenzende Morgenland aufspielen!

Und verschwenden diese so gescheiten Damen und Herrn auch nur einen Gedanken an die Folgen dessen, was sie empfehlen?

Eine Verzögerung des Umbruches löst zwei Gefahren aus:

  1. Das System etabliert sich wieder und rächt sich blutig. Die Folterkeller sind ja noch da.
  2. Die islamistischen Extremisten nutzen die Chance ihre Strukturen zu etablieren, die traditionell in Ägypten toleranten „normalen“ Moslems zurückzudrängen und nach dem (leichtfertig verzögerten) Umbruch die Macht zu übernehmen.

Wer will den wirklich in dieser Situation die Verantwortung für die zu befürchtenden Folgen der empfohlenen „Geduld“ von Ägyptens jungen Demokraten übernehmen? Nun sicherlich sind die Damen und Herrn, die uns mit ihrer Weisheit beträufeln, keineswegs böswillig. Sie haben lediglich nicht richtig nachgedacht.

Sicherlich ist es auch nicht so sehr einfach für die eigentlich verantwortlich sein Sollenden in der Bundesrepublik und in der EU sich zu richtigen Entscheidungen durchzuringen.

Es ist gar nicht so lange her, da erfuhr ich als Leiter einer NGO, dass unsere Partnerorganisation in Südasien Vereinbarungen mit uns die von uns zu betreuenden Kinder menschenrechtskonform zu behandeln, nicht mehr eingehalten hat. Es wurde geschlagen, es wurde christianistisch fundamentalistisch indoktriniert und es wurden pädagogische Maßnahmen, die unsere Kinder weitergebracht hätten, boykottiert.

Wie sollte ich mich entscheiden. Die Versuchung für mich war groß, mich selbst zu überreden, dass ja das alles nicht so schlimm sei, zumal das Projekt ja auch von außen gesehen gut lief und seine Stabilität (sic!) gewährleistet war.

Man konnte sich auf den Standpunkt stellen: Ist ja alles nicht so schlimm. Und viele, die die Sache mitkriegten, haben sich auf diesen Standpunkt gestellt. So macht man das zur Zeit in diesem unserm Land. Man belügt sich munter selbst. Das erlaubt einem dann, etwas so weiter zu machen, wie bisher oder aber gar nichts zu machen.

Ich will gern e eingestehen, dass manchem, der sich unter einem nicht zu bewältigendem Druck befindet, aus Selbstschutz andere belügen darf oder sogar muss. Was man aber niemals darf, weil man damit sich wirklich keinen Gefallen tut, ist sich selbst zu belügen.

Es ist heute üblich geworden sich über viele Dinge in Deutschland zu beklagen. Ich denke, dass wir manches ändern könnten, wenn wir damit aufhörten uns selbst in die eigene Tasche zu lügen. Das geschieht in der Politik, wie die deutsche Stellungnahme über Ägypten zeigt. Und auch damit, dass wir so tun als glaubten wir, wir kämen, so wie wir das heute anstellen, auch nun einigermaßen Heil heraus aus Afghanistan und könnten es hinkriegen, es zu einem glücklichen befriedeten und freien Land zu entwickeln. Ich möchte einen, nur einen einzigen Menschen, kennen lernen, der einen heiligen Eid darauf ableisten würde, dass wir uns da nichts vormachten! Und trotzdem tu alles so als - na, lassen wir das.

Selbstbetrug ist in der Entwicklungspolitik an der Tagesordnung, in den Kirchen sowie so – und die Medien? Die tun auch so, als wäre es ein toller Fortschritt für die Menschheit und nicht zuletzt für die Charakterformung von Kindern und Jugendlichen, wenn sie alles aber auch alles verboulevardisieren. Über unserer gesamten öffentlichen, veröffentlichten und auch privaten Gesellschaft liegt eine Staubschicht der Selbstbelügung.

Das ist (noch) kein wirkliches Unglück. Wir können ihn wegpusten – den Staub. Und wir müssen dass tun, weil es die Voraussetzung für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in dieser unserer Welt ist. Ich hätte richtig Lust kräftig zu pusten! Pustet Ihr mit?

HH 06.02.2011

Diese Website und ihr Sinn

In den letzten drei Tagen habe ich an der Einrichtung meiner neuen Website gebastelt.  Ich habe das Jimdo.Plus Kontentverfahren gewählt.

Da ich bisher ein anderes Verfahren benutzt habe, waren einige "Fingerübungen" erforderlich.  In verhältnismäßig kurzer Zeit habe ich aber dann kapiert, wie es funktioniert.  Dann klappte es auch mit der Eingabe von Texten und Bildern ganz gut und vor allem überraschend schnell.  Ich habe reichlich Fotos eingefügt, weil ich ja durch meine häufigen Begegnungen mit den Irular über ein großes und auch zum großen Teil bereits von mir optimiertes Bildmaterial verfüge. Ich bin also von dem Verfahren sehr angetan, auch weil es sehr vielseitige Möglichkeiten erschließt. 

 Das Urteil darüber, wie meine ersten 6 Seiten - dabei soll es natürlich nicht bleiben -  aussehen, überlasse ich natürlich Euch.  Ich selbst will jedoch jetzt auch keine Bescheidenheit heucheln.  Ich bin nämlich wegen der opulenten Bildausstattung, die sowohl der Ästhetik der Seite zu Gute kommt, als auch recht informativ wirkt,  ganz zufrieden.

 

Ich will aber auch ganz deutlich sagen, was ich mit den Seiten erreichen will. 

Meine guten Freunde, die Irular in Südindien, sind arm und unterdrückt und deshalb, zumindest teilweise noch, so frustriert, dass es Ihnen unmöglich ist, sich selbst gegen die Wiederstände ihrer Umgebung aus ihrem Elend zu befreien.  Wir möchten Hilfe und Beratung für sie zur Verfügung stellen, bis sie so weit sind auf eigenen Füßen zu stehen.

Dazu gehört, das insbesondere die Kinder eine gute Ausbildung erhalten und ausreichend zu essen bekommen. 

Es geht darum, dass zur Zeit noch den Ureinwohnern die selbstverständlichsten Menschenrechte vorenthalten werden.  Wir wollen Ihnen helfen, sie in die Lage zu versetzen, sich selbst für ihre Menschenrechte einzusetzen.  Und deshalb appelieren wir an Euch, als die Leser dieser Zeilen, uns ideel - und soweit wie Euch das möglich ist und geboten erscheint - auch finaziell zu unterstützen.  Fragen und Anregungen nehmen wir geren entgegen: >>> Diskussionsseite.

Aus meiner persönlichen Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit heraus, habe ich aber den Eindruck, dass es den entwicklungspolitischen Maßnahmen der Geberländer an Effizienz  mangelt.  Auch darüber sollten wir miteinander ins Gespräch kommen.  Ich freue mich schon auf Eure Beiträge!

Herzlichst Günter Spitzing   

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Uta(Sonntag, 04 Dezember 2011 20:09)

    Sehr interessanter Artikel, auch wenn er schon älter ist. Da sieht man doch so manche Dinge von einer ganz anderen Seite. Werde mich gleich mal hier weiter umschauen. Mal sehen, was ich noch für tolle Artikel finde.

  • #2

    Kenny(Donnerstag, 05 Januar 2012 12:23)

    Eine tolle Seite, die auch mal einen bestimmten Hintergrund aufweißt. Schaue hier regelmäßig vorbei und finde es gut, was hier so auf die Beine gestellt wird.

  • #3

    Goneo(Dienstag, 07 Juni 2016 15:35)

    Sehr interessanter Artikel. Schaue mich weiter um.
    Danke.

  • #4



     
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„Zukunft Irular e.V“ fördert die Kinder von Ureinwohnern.  Hier erzählt Günter Spitzing über seine Freunde, die Irular.

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Irular Kind aus dem Ureinwohnerdorf K.
Irular Kind aus dem Ureinwohnerdorf K.

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Freundliches Mädchen aus Irular Dorf.
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Die pfiffige Magalakshmi. Tochter von Shanjiwi.
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Würdige Ureinwohner-Frau
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Älterer Ureinwohner.
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Zu Ehren der Gottheit farbig bemalt.
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Irular Mädchen aus K..
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Er trägt die Gottheit aus Neemzweigen.
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Älterer Irular Adivasi
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Pfiffiges Mädchen aus Shenneri
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